News
EU wirft Google unlauteren Wettbewerb vor

Die EU verschärft die Gangart im Streit mit Google. Nachdem die Kommission noch 2014 das Verfahren einstellen wollte, wurde heute bekannt gegeben, dass dem Internet-Riesen unfairer Wettbewerb vorgeworfen wird. Der Vorwurf lautet, dass Google Konkurrenten zugunsten eigener Angebote benachteiligt und damit seine marktbeherrschende Position missbraucht.

In der Vergangenheit hatte Google einige Zugeständnisse gemacht, diese waren aber von Mitbewerbern als nicht ausreichend bezeichnet worden. In dem nun eskalierten Wettbewerbsverfahren drohen dem amerikanischen Konzern Auflagen und eine Milliardenstrafe, die noch höher ausfallen könnte, als die im Verfahren gegen Microsoft verhängte.

Verfahren wird auf mehrere Bereiche ausgeweitet

Neben der Suchmaschine, bei der Google in Europa einen Marktanteil von über 90% hat, wird auch die Praxis des Konzerns untersucht, seinen Kunden Teile von Texten anderer Anbieter kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Position von Google im Markt für Betriebssysteme für mobile Geräte wird ebenfalls Gegenstand einer Untersuchung sein. Auch hier wird dem Unternehmen die Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung vorgeworfen.

Dem Unternehmen droht eine Strafe von maximal zehn Prozent des Jahresumsatzes, der 2014 etwa bei 66 Milliarden US-Dollar lag.
Das europäische Parlament stimmte bereits im November 2014 für eine Resolution zur Aufspaltung des Konzerns, die aber nicht bindend ist. Auflagen sind nun allerdings zu erwarten.

2015-04-17 17:41:00 | der-sparpilot.de
Anzeige